Sabine Degner HundundMensch - Das Team

Ihre mobile Hundeschule für den Kreis Mettmann und darüber hinaus

Blog

Hier finden Sie Beiträge und interessante Informationen zu den unterschiedlichsten Themen aus den Bereichen Hundetraining, Verhaltensberatung, Hundeernährung, Hundegesundheit, Alltagsthemen, Persönliches und was mich so bewegt.
(Da es sich teilweise um recht lange Texte handelt, sollen Ihnen die fett gedruckten Worte ein wenig Orientierung geben.)


2025-02-11

Wie finde ich die richtige Hundeschule?

Das ist eine der wichtigsten Fragen, die sich Hundehalter*innen überhaupt fragen können und sollten, denn auf dem Markt tummeln sich so einige Anbieter*innen, so dass hier wirklich der Spruch gilt „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können“.

Mittlerweile auf jeder Website einer Trainerin, eines Trainers bzw. einer Hundeschule ist zu lesen, dass dort – um es einfach auszudrücken – gewaltfrei trainiert wird. Auch sind die Texte, auf den ersten Blick gesehen, recht positiv zu lesen.Wie kann also der Hundemensch hierbei die Spreu vom Weizen unterscheiden?

Wie finde ich die richtige Hundetrainerin.jpg
Daher möchte ich mit diesem Blogbeitrag eine kleine Hilfestellung geben.

1) Auf der jeweiligen Website sollten folgende Informationen ersichtlich sein bzw. auf Anfrage
    nachgewiesen werden können:

    - Wo wurde die entsprechende Ausbildung im Bereich Hundetraining, Hundepsychologie, 
      Verhaltensberatung, usw. gemacht und bei wem?
      (Anmerkung: Allein das sagt schon viel über die Trainingsmethoden aus.)

    - Liegt eine “Erlaubnis zum gewerbsmäßigen Anleiten der Ausbildung von Hunden durch den
      Tierhalter gem. §11 Abs.1 Satz1 Nr.8f Tierschutzgesetz (TierSchG)” vor?
       (Anmerkung: Das ist übrigens eine Pflichtangabe im Impressum.)

    - Wurden Fort- oder auch Weiterbildungen wahrgenommen, sowohl online als auch in 
       Präsenz?
      Wenn ja, bei wem?

    - Erfolgen diese fortlaufend oder sind diese schon länger her?
      (Anmerkung: Wenn hier nichts vorzuweisen ist, sollten Sie sich eine andere Hundeschule 
       suchen, denn der Umgang mit unseren Hunden hat sich in den letzten Jahren, dank der 
       wissenschaftlichen Erkenntnisse extrem gewandelt.)

    - Besteht eine Verbandszugehörigkeit
      (Anmerkung: Zum Beispiel die Berufsverbände IBH und BHV sowie das Netzwerk „Trainieren
       statt Dominieren“ haben ganz strenge Auflagen, was die Ausübung der Trainertätigkeit betrifft.
       So gibt es bestimmte Aufnahmebedingungen und die Verpflichtung zur regelmäßigen
       Fortbildung. Bei Trainern*innen, die hier gelistet sind, können Sie davon ausgehen, dass hier
       wirklich zum Wohle der Hunde, als auch der Menschen, trainiert wird.)

2) Sie sollten Sie die Möglichkeit haben, soweit umsetzbar, der Trainerin/dem Trainer mal ohne 
    Ihren Hund, über die Schulter schauen zu dürfen.

3) Sie sollten darauf achten, dass der Umgang mit Hund und Mensch jederzeit respektvoll und
    freundlich erfolgt.

4) Es sollte jederzeit individuell auf jedes HundundMensch Team eingegangen werden.

5) Hund und Mensch sollten Spaß am Training haben und sich auf den nächsten Termin freuen.

Sobald Sie jedoch Dinge oder Ähnliches hören, lesen oder sogar selbst erleben, wie in dem nachfolgenden roten Kasten vermerkt, suchen Sie sich auf jeden Fall eine andere Hundeschule, eine andere Trainerin, einen anderen Trainer.
Denn diese Vorgehensweisen haben nichts mit gewaltfreiem, zum Wohle der HundundMensch Beziehung und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiertem Training zu tun.

wie finde ich richtigen Trainer.jpg
Ebenfalls sollten Sie sich bei folgenden Aussagen und Vorgehensweisen eine andere Hundeschule, eine andere Trainerin, einen anderen Trainer suchen:

- “Die regeln das unter sich.
  (Anmerkung: Diesen Spruch hören Sie meist von Hundehaltern*innen, die einen größeren Hund 
  als Ihren haben. Machen Sie in solch einem Fall einen großen Bogen um dieses HundundMensch-
  Gespann. Ich schreibe hier bewusst NICHT HundundMensch-Team, denn Hunde solcher 
  Hundehalter*innen werden meist nicht freundlich und respektvoll behandelt, sondern in
  Situationen reingeschickt, in die sie von selbst, niemals gehen würden, ausgenommen sie 
  wurden daraufhin konditioniert.
  Denn eigentlich vermeidet jeder Hund, von seiner Natur heraus, zunächst Konflikte.)

- “Haben Sie einen Problemhund? Dann geben Sie ihn mir und das Thema ist in zwei
    Stunden erledigt.”
  (Anmerkung: Zunächst einmal die Frage, was ein Problemhund überhaupt ist? Und in zwei 
  Stunden dieses „Problem“ erledigen? Hier können nur gewaltsame Trainingsmethoden 
  angewendet werden, denn so einen schnellen „Erfolg“ wird nur dadurch erreicht, indem dem 
  Hund Schmerzen zugefügt werden, er verunsichert wird, er Angst bekommt vor den
  Handlungen des Menschen, usw..
  Und mal ganz ehrlich: Möchten Sie einen Hund, der Angst vor Ihnen hat, der Ihnen nicht vertraut?
  Dazu kommt noch, was solche Trainer*innen gerne verschweigen, nämlich was ist, wenn das
  Verhalten des Hundes plötzlich ins Gegenteil umschlägt und er gegenüber seinen Menschen 
  aggressiv wird, sie sogar beißt, usw.?
  Und dieses Verhalten könnte ich der Fellnase noch nicht einmal verdenken, wenn er weiterhin von
  seinen Menschen gewalttätig (egal ob körperlich oder mental) behandelt wird.
  Eine wirklich gute Hundeschule, Trainerin bzw. Trainer trainiert mit dem Hund und seinem 
  Menschen gemeinsam und das ohne jegliche Gewalt.
  Also Achtung bei solchen „Versprechen“.)

- Den Hunden werden Maulkörbe aufgesetzt (vermutlich noch ohne vernünftiges 
  Maulkorbtraining).
  Dann schickt man sie gemeinsam auf eine eingezäunte Wiese und ihre Menschen beobachten
  „lernen“ von außen „unter Anleitung“ die Körpersprache ihrer Hunde.
  (Anmerkung: Das gehört mit zu den grauseligsten Vorgehensweisen, die ich bis dato gehört
   habe.
   Allein schon, dass die Hunde einen Maulkorb „zur Sicherheit“ tragen müssen, zeigt, dass ein
   gewisses Gefahrenpotential in diesen Begegnungen vorhanden ist. Und jetzt stellen sich mir
   die Fragen:
   Aus welchem Grund werden die Hunde in diese Situation geschickt, in die sie von alleine niemals
   gegangen wären?
   Aus welchem Grund werden sie in wahrscheinliche Konflikte geschickt, die es im Alltag 
   eigentlich
   zu vermeiden gilt?
   Und das Ganze dann noch ohne ihre Menschen, die sie in solchen Situationen im Stich lassen!
   Ich denke, Sie können sich die Frage, ob das zur Vertrauensbildung beiträgt, selbst 
   beantworten.
   Eine wirklich gute Hundeschule, Trainerin bzw. Trainer trainiert mit dem Hund und seinem
   Menschen gemeinsam im normalen Alltag – da, wo es wichtig ist und der Mensch seinen Hund in
   der Bewältigung unangenehmer Situationen gewaltfrei unterstützen kann.)

Seriöse und sehr gute, auf Basis positiver Verstärkung arbeitende Hundeschulen finden Sie unter:

https://ibh-hundeschulen.org/hundeschulen/

https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-innen/

Sollten Sie Rückfragen haben, kommen Sie gerne jederzeit auf mich zu.

Sabine Degner - 18:40:22 @ Hundetraining und Verhaltensberatung

E-Mail
Instagram